Strand San Diego

Drei Tage in San Diego

Wer San Diego und all seine Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, stellt sich vielleicht die Frage, wie viel Zeit er oder sie dort verbringen sollte. Im Vergleich zu San Francisco, Los Angeles oder Las Vegas kann man die Stadt ganz im Südwesten Kaliforniens aufgrund ihres doch etwas geringeren Bekanntheitsgrads meistens schlechter einschätzen, auch weil San Diego noch nicht von Hollywood so „abgefilmt“ wurde wie andere Städte in den USA. Das könnte man so verstehen, als sei die Stadt weniger interessant als ihre (zugegeben: recht weit entfernten) Nachbarn, aber die Wahrheit ist eine andere: Man kann und sollte hier genauso viel Zeit verbringen wie in San Francisco oder LA, nämlich gute drei Tage.

Drei Tage stellen den idealen Kompromiss zwischen zu wenig und zu viel Zeit dar, vor allem aber lassen sich diese drei Tage auch prima auf die Sehenswürdigkeiten aufteilen. Und zwar so: Am ersten Tag unternimmt man einen Rundgang durch die Innenstadt. Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch dieser ist entweder Downtown oder das so genannte Gaslamp Quarter, die aber ohnehin beinahe direkt nebeneinander liegen oder gar ineinander übergehen. In diesen beiden Vierteln gibt es neben diversen Shopping Centers vor allem viele alte Häuser zu sehen, auch Fans von kleinen Restaurants, Bars und Imbissen kommen voll auf ihre Kosten, denn insbesondere das Gaslamp Quarter erinnert recht stark an eine europäische Altstadt. Durchquert man das Gebiet einmal von Norden nach Süden kann man anschließend entlang der Küste zurückgehen. Hier findet man das San Diego Convention Center, das kleine Seaport Village, das im Stile eines Fischerdorfs erbaut wurde und zahlreiche Souvenir Shops sowie Imbisse enthält, und schließlich die USS Midway, einen riesigen Flugzeugträger, den man heute besichtigen kann, denn er wurde in ein Museum umgewandelt. Der Besucht lohnt sich!

Balboa Park

Am zweiten Tag sollte dann unbedingt der Besuch von Balboa Park auf dem Programm stehen – zumindest, wenn das Wetter mitspielt, was es hier aber fast immer tut. Der riesige Park, der einst im Zuge einer Weltausstellung erbaut wurde, beherbergt unzählige Gärten, Museen, ein Theater, vor allem jedoch viele alte Gebäude, die an Spanien oder Mexiko erinnern und die man so kein zweites Mal in den USA finden wird, weder an der Westküste noch an der Ostküste! Allein hier kann man mindestens einen halben Tag verbringen und danach zum Beispiel den San Diego Zoo aufsuchen, der sich direkt neben dem Balboa Park befindet. Der schöne Zoo ist für Familien mit Kindern und Erwachsene gleichermaßen empfehlenswert, allerdings muss man ein wenig die Uhrzeit im Auge behalten, denn ab der Mittagszeit wird es hier auch wochentags sehr schnell voll. Deshalb besser etwas früher kommen und Balboa Park lieber auf den Nachmittag legen, denn dann ist da auch mehr los und es ist wärmer.

Point Loma Leuchtturm

Am dritten Tag in San Diego schließlich muss man unbedingt einmal nach Point Loma fahren und dessen Leuchtturm besuchen. Von dem aus hat man nämlich einen tollen Blick auf die Stadt und den Pazifik, außerdem lernt man ein klein wenig über die Geschichte, auch die militärische, die für den Standort so wichtig ist. Danach könnte man SeaWorld mit seinen Meerestieren besuchen oder Old Town ansteuern, das ebenfalls die historischen Wurzeln der Region hochhält. Eine weitere Option stellt die Halbinsel Coronado mit ihrem Hotel dar, die sich in der Bucht südlich von Downtown befindet. Das ist aber eher eine Option, wenn wirklich viel Zeit zur Verfügung steht, denn Old Town an sich ist interessanter.

Und dann sind sie auch schon um, die drei Tage in San Diego…