Gut und günstig essen in San Diego

San Diego ist – anders als San Francisco, Las Vegas oder auch New York – nicht unbedingt eine Stadt, die für ihr Essen berühmt ist. Kleine Brauereien gibt es hier zwar neuerdings en masse, aber nach Restaurants und Diners muss man hier nicht unbedingt suchen. Oder? Stimmt nicht ganz, denn natürlich bietet auch diese Stadt einige sehr schöne Snack und Imbisse, die sie nicht zuletzt ihrer Nähe zu Mexiko zu verdanken hat. Auch wenn mexikanisches Essen hier nicht unbedingt das bedeutet, was man sich als Europäer oder Amerikaner darunter vorstellt. Aber dazu später mehr…

Beginnen wir zunächst mit den Imbissen: Wo kann man in San Diego für günstiges Geld gut essen? Erste Wahl sind natürlich die üblichen Burger Joints, unter denen vor allem die Kette In-N-Out Burger ganz klar hervor sticht. Sie gibt es zwar in ganz Kalifornien (sowie einigen Nachbarstaaten), doch auch in San Diego muss und sollte man nicht auf einen Besuch verzichten, wenn man Hamburgern etwas abgewinnen kann. Die Qualität ist für eine Fast Food Kette wirklich einzigartig, auch die selbst gemachten Pommes Frites schmecken super, genauso wie die Milk Shakes. Außerdem muss man für dieses köstliche Essen nur ein paar Dollar auf den Tresen legen, die Preise bewegen sich deutlich unter dem Niveau der schlechteren Fast-Food-Konkurrenz, die man auch aus Deutschland kennt. Ebenfalls einen Besuch in diesem Segment wert ist Five Guys: Burgers and Fries, das etwas teurer ist, dafür aber individuellere Hamburger zusammenstellt, so dass man sich zum Beispiel auch Champignons aufs Hackfleisch legen lassen kann.

Wer es noch individueller mag und nicht den großen Ketten sein Geld in den Rachen werfen möchte, der findet in Downtown mit dem Southpaw Social Club, Nicky Rotten’s Bar und Hodad’s Downtown sehr schöne, gute und etwas kleinere Alternativen, während etwas weiter nördlich in Little Italy noch Davanti Enoteca einen Besuch absolut wert ist. Überall gibt es die übliche Produktpalette US-amerikanischer Diner, die neben Hamburgern auch Sandwiches, inzwischen aber häufig auch Salate und anderen Kleinkram enthalten.

Essen in San Diego

Nun aber zur mexikanischen Küche, die in San Diego natürlich zahlreich vertreten ist, weil hier viele Bewohner aus Mexiko oder dem spanischen Raum stammen und auch der ein oder andere Besucher aus dem Süden rüberkommt. Wissen sollte man dabei aber, dass die wirkliche mexikanische Küche, die hier gekocht wird, nicht viel mit dem aus Europa bekannten „Mexikanisch“ gemeinsam hat. Wie immer, wenn die Küche eines Landes ins Ausland exportiert wird, findet eine gewisse Abschwächung statt und so würde man über in deutsches Chili con Carne in Mexiko und eben auch in San Diego nur lachen. Die Geschmäcke sind hier viel stärker, individueller, aber auch fremder als wir es gewohnt sind, weshalb vielen das mexikanische Essen nicht schmeckt oder womöglich nicht bekommt.

Einen Versuch ist es, wenn man schon einmal die Gelegenheit dazu hat, aber natürlich wert und das am besten bei einem der kleinen Imbisse und Restaurants, welche die Stadt durchziehen. Hervorzuheben sind hierbei vor allem Las Cuatro Milpas und La Puerta in Downtown. Die langen Schlangen vor ihnen zeugen bereits von der Qualität, die sich zum Beispiel in selbst gemachten Tortillas, tollen Guacamole Chips oder auch Chicken Quesadillas niederschlägt. Auswahl und Geschmack sind großartig, die Preise auf einem US-typischen Niveau, allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass das Essen sehr fett und, naja, nahrhaft ist, weil extrem viel mit Käse, Sahne und anderen Dickmachern gearbeitet wird. Als Snack tagsüber daher nur bedingt zu empfehlen!