San Diego Strand

Strände und Schwimmen in San Diego

San Diego ist eine Stadt, in der das Klima das ganze Jahr über „mitspielt“, wenn man so will, aus rein touristischer Sicht gesprochen: Auch im Frühling, Herbst und Winter lässt es sich hier aufgrund angenehmer Temperaturen bestens aushalten, vor allem im Sommer jedoch könnte man auch als Urlauber aus Europa durchaus mal auf die Idee kommen, einen Tag an einem der hiesigen Strände zu verbringen – warum auch nicht, denn so eine Rundreise durch den Südwesten der USA kann ganz schön strapazieren und nach den Wanderungen durch die National Parks hat man sich garantiert mal einen ruhigeren Tag verdient. Doch wie findet man den besten Strand, ohne einen der zahlreichen Reiseführer für die Westküste zu wälzen?

Das ist gar nicht so einfach, denn die Auswahl an Stränden in San Diego ist groß und es handelt sich bei ihnen auch nicht wirklich um typische Strände wie man sie vielleicht aus dem Urlaub auf Mallorca oder sonstwo am Mittelmeer kennt. Der typische Strand in den USA ist doch deutlich dreckiger, das Publikum wirkt bisweilen etwas zwielichtiger und überhaupt ist die Atmosphäre hier eine gänzlich andere. Was natürlich auch daran liegt, dass häufig mehr Einheimische als Urlauber am Strand liegen und sich die Strände häufig in unmittelbarer Nähe von Großstädten befinden, manchmal sogar direkt an einer großen Straße liegen.

Mission Beach

Darüber hinaus muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Pazifik vor allem im Vergleich zum Mittelmeer, manchmal aber auch im Vergleich zum Atlantik, doch deutlich kühler ist und nicht selten ein wenig unangenehm schmutzig wirkt. Selbst im Hochsommer kann man im Wasser also ordentlich frieren, sofern man denn überhaupt den Sprung ins kühle Nass wagt. Außerdem wichtig ist vor allem für Familien, dass die amerikanische Prüderie selbst vor dem Baden nicht Halt macht: Frauen dürfen sich natrülich auf keinen Fall (!) „oben ohne“ in den Sand legen (so genannte Nudist Beaches stellen die seltene Ausnahme dar), doch selbst Mädchen unter 6 Jahren laufen hier nicht etwa wie in Europa in einer Badehose herum. Ein Badeanzug ist Pflicht!

Nach all diesen Warnungen, die – klar – nicht besonders einladend klingen, nun aber zu den schönen Seiten, denn insbesondere im Vergleich zu Los Angeles verfügt San Diego mit Ocean Beach, Pacific Beach und Mission Beach doch über die deutlich schöneren Strände. Alle drei befinden sich, logisch, im Westen der Stadt und zwar zwischen dem nördlichen Point Loma, auf Höhe des Mission Valleys sowie noch ein kleines Stück weiter nördlich davon. An allen findet man eine recht ordentlich wirkende Promenade, die von Fußgängern, Radfahrern und vor allem auch Inline Skatern genutzt wird, darüber hinaus sind ab und zu typische Strandgeschäfte sowie kleine Cafés und Bars anzutreffen. Die Kulisse unterscheidet sich wiederum zwar deutlich vom Mittelmeer, verfügt aber somit über ihren eigenen Stil und lässt einen gute Eindrücke vom US-amerikanischen Beach-Leben gewinnen.

Boardwalk

Als der beste Strand von San Diego gilt gemeinhin der Mission Beach, was in erster Linie dem recht großen Boardwalk inklusive der fast typischen Holzachterbahn zu verdanken ist, den man hier findet. Pacific Beach gestaltet sich hingegen etwas lokaler und „uriger“, während Ocean Beach üblicherweise bestenfalls die dritte Wahl darstellt. Wer ein etwas gehobeneres Klientel und eine beschaulichere Atmosphäre sucht, wird am besten in Coronado oder in La Jolla fündig: Ersteres ist eine Halbinsel in der Bucht von San Diego, das Zweitgenannte befindet sich einige Kilometer weiter im Norden und zählt zu den reichsten und vornehmsten Gebieten im Umkreis.