Wie man San Diego sinnvoll in eine Route einbindet

San Diego wird bekanntermaßen gerne mal vernachlässigt, wenn es um eine Rundreise durch den USA Südwesten geht, was in erster Linie die fiese Lage der Stadt verschuldet. Sie befindet sich an der Grenze zu Mexiko, was ohnehin schon bei dem ein oder anderen Europäer für Unbehagen sorgt, vor allem aber bedeutet das natürlich, dass sich die City in der „untersten“ Ecke des Landes befindet und somit – anders als Los Angeles, San Francisco oder Las Vegas – nicht mal eben so auf dem Weg mitgenommen werden kann.

Also muss man San Diego gezielt und bewusst ansteuern, was gleichermaßen Vor- und Nachteile mit sich bringt. Der größte Vorteil ist, dass es hier doch relativ weniger Touristen hin verschlägt, der große Nachteil ist, dass manch einer sich kaum vorstellen kann, wie man die Stadt sinnvoll in eine Route für eine große Rundreise einbinden kann.

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Zwischen LA und Joshua Tree

Dabei ist das gar nicht so schwierig, denn am einfachsten lässt sich ein Besuch der Großstadt im Südwesten selbstverständlich mit einem Besuch von Los Angeles verbinden. Von dort aus fährt man bei normalem Verkehr etwa drei Stunden, also keine Ewigkeit. Allein die Frage nach der Weiterfahrt gestaltet sich schon etwas schwieriger, denn eigentlich muss man anschließend fast wieder zurück nach LA fahren, weil es kaum Alternativen gibt. Selbst wenn man den Joshua Tree National Park ansteuern würde, der auf der Weiterfahrt gen Osten das nächste logische Ziel darstellen würde, müsste man erst einmal wieder fast bis LA fahren, weil die Straßen eben so verlaufen.

Die Frage ist also eigentlich gar nicht so sehr, wie man San Diego in seine Route einbinden möchte (es gibt im Grunde nur diese zwei Möglichkeiten), sondern ob man gewillt ist, diese Zeit aufzuwenden. Denn für die An- und Abfahrt muss man jeweils einen halben Tag einplanen, der Aufenthalt sollte auch nicht kürzer als zwei Tage sein, so dass wir von drei bis fünf Tagen für die Stadt sprechen. Keine Ewigkeit, doch da der Südwesten nur so vor Sehenswürdigkeiten strotzt, kann man verstehen, dass sich manch ein Besucher die Frage stellt, ob die knappe Zeit nicht besser anderswo investiert ist.

Leider kann man diese Frage nicht grundsätzlich beantworten, denn natürlich hängt die Antwort unter anderem davon ab, welche Interessen man mit sich bringt. Interessiert man sich vor allem für die großen Städte Kaliforniens, dann ist der Besuch von San Diego Pflicht, doch wenn die Vorlieben breiter gestreut sind und man zum Beispiel auch die Küste, die Wälder, die Wüsten oder gar die Canyons sehen möchte, dann kann San Diego die typischen Routen und Reisezeiträume doch sprengen.

Wann sich der Besuch lohnt

Deshalb seien hier zwei Tipps genannt unter welchen Umständen sich der Besuch von San Diego gut einplanen lässt.

Möglichkeit eins: Man hat mindestens vier Wochen Zeit für seine Rundreise durch den Westen zur Verfügung. Dann könnte man eine fast komplette Rundfahrt unternehmen, von Kalifornien bis Utah alle großen National Parks und Städte ansteuern – inklusive Yosemite, Death Valley, Grand Canyon, Arches und so weiter.

Möglichkeit zwei: Ihnen stehen etwa drei Wochen Zeit zur Verfügung und Sie beschränken sich bei Ihrer Rundreise auf Kalifornien Nevada und maximal noch den Grand Canyon, lassen Utah jedoch aus. Dann wäre es problemlos möglich, auch die Stadt im äußersten Zipfel anzusteuern und hier vier schöne Tage zu verbringen.

Nur eins sollte man nicht machen: Zu wenig Zeit für seinen Besuch einplanen. Wer die City und ihre Sehenswürdigkeiten in einen kleinen Zeitrahmen reinquetschen will, wird unweigerlich frustriert und enttäuscht sein.